Sind die Lichter angezündet
Dezember 2007
Sind die Lichter angezündet,
zieht die Botschaft durch den Raum,
der Weihnachtsmann, der ist erblindet,
trank Polenschnaps - man glaubt es kaum.
Leuchte Licht mit hellem Schein,
da wird sich,
da wird sich sein Frau`chen freu`n.
Süße Weibchen, schöne Gaben
kann er künftig nicht mehr seh`n,
sich am Antlitz nicht mehr laben,
muss beim Frau`chen Schlange steh`n.
Leuchte Licht mit hellem Schein
ist halt jetzt,
ist halt jetzt ein armes Schwein.
Sind die Lichter angezündet
und er blind, das arme Tier.
Der Teufel hat`s dem Chef verkündet,
lebt er jetzt nur von Hartz vier.
Leuchte Licht mit hellem Schein,
lass den Mann,
ja lass den Mann wieder sehend sein. _________________________________________
Ostern
08.04.2003
Ab Januar ganz ohne Frage,
erwarten wir die Ostertage.
Ob Onkel, Tante, Nichten, Neffen, 
sich alle dann zu Hause treffen.
Es ist ein Fest, man freut sich auch,
es bleibt nun mal Familienbrauch.
Ein jeder will dann auch nicht gehen,
man hat sich ja lang nicht gesehen.
Die Kinderaugen siehst du strahlen,
wenn Hasenbilder sie dann malen.
Und endlich, gleich in frühen Stunden,
die Knirpse den Garten systematisch umrunden.
Nach ein`ger Zeit sie kommen dann
und schleppen hundert Nester an.
Mit Süßem, mit Spielzeug und bunten Zweigen,
sie stolz dann ihre Beute zeigen.
Die Freude der Kinder, das ist besiegelt,
sich auch in den Augen der Eltern spiegelt.
Sie freuen sich mit - genießen mit Schweigen,
erinnern sich ihrer Kindheit eigen.
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Vorweihnacht
29.11.2002
Das Tageslicht wird kürzer,
die Nacht raubt ihm die Zeit,
gewisse Unruh stellt sich ein,
nun ist es bald soweit.
Die Eltern flüstern jetzt sehr oft
sie backen, basteln, bau`n,
die Kinder lauschen unverhofft
und heimlich in die Schränke schau`n.
Am Abend oft die Kerzen brennen,
ihr Duft sich breitet aus,
die Stimmung kann sich festlich nennen
und strahlt im ganzen Haus.
Der Garten färbt sich jetzt ganz leis`,
es schweben große Flocken,
die Sträucher hüllen sich in weiß,
sie wollen uns frohlocken.
Die Kinderaugen groß und hell,
man kann es kaum erwarten,
oh Zeit, vergeh doch superschnell,
lass Weihnachten nun starten.
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Weihnachtszeit
30.11.2004
Wenn`s draußen knackig kalt und dunkel,
der erste Schnee im Garten macht sich breit;
wenn sich vermehrt das Tuscheln und Gemunkel,
ich hoffe - dann ist Weihnachtszeit.
Wenn deine Kinder plötzlich auf dich hören,
sie räumen auf und sind zur Hilfe stets bereit
wenn Einlass sie ins Kinderzimmer dir gewähren,
ich merke - dann ist Weihnachtszeit.
Wenn Post kommt, die du kaum erwartest,
man wünscht dir Freude, wenn es dann soweit
und du die Gegenkartenschreibkampagne startest,
ich glaube - dann ist Weihnachtszeit.
Wenn breitet aus im Haus sich Plätzchenduft,
der Vater holt den Baum in aller Heimlichkeit;
wenn Punsch- und Kerzenduft erfüllt die Luft,
ich denke - dann ist Weihnachtszeit.
Wenn Haus und Garten bunt geschmückt
am Abend leuchten hell im Festtagskleid,
die Leut` bestaunen alles ganz entzückt,
ich meine - dann ist Weihnachtszeit.
Wenn in der Stube dann erstrahlt der Baum,
die Kinderaugen leuchten groß und weit;
wenn festliche Musik erfüllt den Raum,
da weiß ich - es ist Weihnachtszeit.
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Jugendweihe
März 2004
Die Jugendweihe ist ein Schritt
vom Kinde zum Erwachsen werden;
ab hier und heute trägst du mit
ein Teil Verantwortung auf Erden.
Es ist die Zeit die Sinne scharf zu halten
zu prüfen deinen weit`ren Lauf;
und dein eigen Werden mitgestalten
nimm dabei auch Kritik mal mit in Kauf.
Vertritt stets tapfer deine Meinung
pass dich nicht immer an - sei Optimist;
du bist ein Mensch und keine Erscheinung
wenn du denkst, dass du im Rechte bist.
Nutze die Erfahrung vieler Weisen
und bind den Charme der Jugend darin ein;
fahr in das Morgen nicht auf abgefahr`nen Gleisen
dann wird dein Weg auch stets der Rechte sein.
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Zur Jugendweihe
April 2006
Das Heute ist dein Feiertag,
trittst ein in das Leben von morgen,
genieß das Fest und immer dir sag,
willst gehen den Weg ohne Sorgen.
Du warst stets behütet, umsorgt, wirst geliebt,
die Eltern dir bahnten den Weg immerfort,
du löst du dich nun langsam, hoffst, dass das Leben dir gibt
und das Glück, das du suchst, auch hält sein Wort.
Steck ab dir die Ziele, sei bedachtsam und klug,
doch bind die Erfahrung deiner Eltern mit ein,
eine fruchtbare Zukunft ist nur gut genug,
wenn du achtest auch anderen Gedankens da sein.
Lass dich nicht ablenken, geh beharrlich den Weg
und stecke dir Ziele die erfüllbar sind,
wir wünschen dir Glück, kein stolpern am Steg,
auch wenn du dann fern bist, bleibst du „unser Kind“.
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Schulanfang – Abschied vom Kindergarten
August 2006
Es ist soweit, ich muss jetzt gehen,
die Schule wartet nun auf mich;
ich war hier gern, ihr müsst verstehen
ab morgen lass ich euch im Stich.
Mein Gott, wie schnell die Zeit verrinnt,
es ist noch gar nicht so lang her,
da stand ich vor euch, klein als Kind
und fand Vertrauen immer mehr.
Ich konnte spielen, lernen, plaudern
und lernte wissend sehen,
ihr zeigtet mir ganz ohne Zaudern
hier meine kleine Welt verstehen.
Ich traf hier Freunde, es gab Streit,
die erste Freundin hat mich auch verlassen;
nun bin ich „groß“ und weiß bescheid
kann meine Schulzeit kaum in Worte fassen.
Ich dank euch allen, die ihr mich begleitet,
geformt habt für die nächsten Jahre;
ihr habt mir eine schöne Zeit bereitet
nun selbst den Ernst der „Jugend“ bald erfahre.
Leb wohl du liebgewonn`es Haus,
ich werd die erste Zeit dich missen,
es wird fehlen mir der leck`re Mittagsschmaus
ich tausch euch ein gegen mehr Wissen.
Wenn groß ich bin, komm ich euch mal besuchen,
und zeig euch, was ich schon gelernt;
bringe dann mit von Mutti einen Kuchen
bin euch ganz nah, nur körperlich entfernt.
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