Gedichte, Verse und mehr...


Sag Mama…
06.02.2008

Sag Mama, ich kann jede Nacht dich hören
wenn du verzweifelt in dein Kissen weinst;
ich würd` dich trösten doch möchte ich nicht stören
bin ich dran schuld, weil ich in Mathe keine eins?

Sag Mama, ich werde übermorgen neun
und wenn ich garstig war brauchst du mir nichts zu schenken;
wenn du nur glücklich bist, da würde ich mich freu`n
und reicht das Geld nicht, werde ich nicht böse denken.

Sag Mama, ist Papa wegen mir gegangen
ich weiß, dass er gern lieber hätte einen Sohn;
hab doch als Mädchen wirklich sehr an ihm gehangen
ich ruf ihn an, erlaub es mir, ich mach das schon.

Sag Mama, ich brauche keine neuen Sachen,
die in der Schule, mich stören deren Blicke nicht;
helf` dir zu haus`, möcht wieder sehen dich mal lachen
auch wenn der Papa nicht mehr mit uns spricht.

Sag Mama, ich beeile mich beim größer werden
verdien` dann Geld und werde für uns sorgen;
brauchst nicht mehr traurig sein, hab dich ganz lieb auf Erden
sind als Familie klein und hoffen auf ein schönes Morgen.

Sag Mama, vielleicht bekommst du morgen Arbeit
das wäre schön, dann würde es dir besser geh`n;
ich spreng mein Sparschwein, will schaffen dir mehr Freizeit
wir gehen zum Frisör und machen dich ganz schön
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Augenblicke 
18.12.2007

Ein Augenblick in einem Menschenleben
ist ein Moment der kaum beachtet wird.
Er kann dir nehmen oder geben,
er ist der Grundstein, der dein Leben führt.

Ein Augenblick kann tragen dich im Glück
und zeigen dir den Abgrund lebensnah.
Kann schließen Türen, dass du nicht zurück
und dich auch zwingen mal zu sagen: „Ja!“

Ein Augenblick ist auch ein neues Jahr,
ein Baustein auf dem Wege deines Lebens;
lässt dich hier spüren, dass so alles wunderbar,
kann lang sein, wenn du wartest mal vergebens.

Die Summe aller dieser Augenblicke
die sind es,welche formen dich als Menschenkind;
mit der Erfahrung und Hoffnung sie verstricke
dann so der Optimismus die Oberhand gewinnt.

Drum koste aus so jeden Augenblick des Lebens
lass ihn nicht unbedacht vorüber geh`n,
baue kein Luftschloss und wart` darauf vergebens
dann wirst du auch das Licht auf deinem Wege seh`n.

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Das Kind
18.12.2003

Im Körper der Mutter es wuchs sanft heran,
niemand diesem Kind was Böses tun kann.
Entstanden in Liebe – es kam auf die Erd`,
es hofft jetzt auf Zukunft an geborgenem Herd.

Ein Wesen zerbrechlich - braucht Wärme und Schutz,
sucht Liebe und Hoffnung, kein Leben im Schmutz.
Es sieht dich als Vorbild - als Schild vor ihm steh`n,
es lernt bei dir sprechen, das Sitzen und Geh`n.

Es spürt nun das Leben, lernt Rücksicht und Pflicht,
nimmt auch bitterernst dann was man ihm verspricht.
Du bist sein Vertrauen gibst Schatten und Licht,
wird das mal missbraucht eine Welt hier zerbricht.

Erzieh es mit Liebe die Härte lass weg,
ein aufklärend Wort erfüllt auch seinen Zweck.
Tritt auf mal ein Fehler beweise Geduld,
ein kindliches Denken oft erkennt nicht die Schuld.

Es ist deine Jugend, dein Fleisch und dein Blut,
tritt in deine Stapfen mit Willen und Mut.
Es wird dich begleiten heut hier - morgen dort,
mach dir keine Sorgen, du lebst in ihm fort.

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Die kleine Frau
09.12.2003

Die kleine Frau aus dem Zimmer neun,
sie lebt ihre Tage von Hoffnung allein.
Sie blickt stets zur Tür - flüstert leis` und verstohlen:
„Ich weiß es genau - mein Sohn kommt mich holen.“

Das geht schon seit Wochen, doch sie merkt es kaum,
sie lässt sich nicht wecken aus ihrem Traum.
Sie nimmt ernst die Worte und glaubt nicht daran,
dass jemand ein Versprechen nicht halten kann.

Eine Mutter kann ernähren viel Kinder - und das sticht:
„Aber viele Kinder oft eine Mutter nicht.“
Die Gegenwart hektisch, die Zeit ist sehr knapp,
doch diese Bürde nimmt einem keiner ab.

Drum schenkt ihr nicht Sachen, kein Gut und kein Geld,
schenkt einfach mehr Zeit ihr, das ist doch was zählt.
Ich seh` noch die Augen voll Güte und Trauer,
je länger das Warten - baute sie höher die Mauer.

Sie zog sich zurück voller Hoffnung und Fragen.
Nun starb sie einsam vor einigen Tagen.
Ich kann es nur sagen und das hat Gewicht:
„Einen alten Baum, den verpflanzt man nicht.“

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Mütter
23.08.2004

Wenn ein Kind geboren mit einem Makel
spricht man sehr oft von einem Debakel.
Für all diese Mütter möchte ich gerne sprechen
und muss hier einfach eine Lanze brechen.

Ich verneige mich tief, denn sie sind couragiert
und sie finden einen Weg, wohin kaum einer führt.
Sie beleben den Alltag und verbringen manch` Tat
wofür ein Anderer kaum das Verständnis hat.

Ein Kind, das braucht Wärme und auch das Gefühl
es ist stets geborgen und hat im Leben ein Ziel.
Die Sorgen dieser Mütter, die lassen fühlen -
die doppelte Last und der Sitz zwischen Stühlen.

Die Lage ist schwierig und oft kompliziert,
Hilfe kaum spürbar, manch Kampf wird geführt.
Wenn Andere genießen schon ihre freie Zeit
liegt hier zweite Schicht an - die Hausarbeit.

Ihr Lohn ist dann für manch` schlaflose Nacht
wenn das Kind wieder paar Fortschritte macht.
Da freuen sich beide, das Herz dabei bebt
und Momente des Glücks werden doppelt gelebt.

Der Mut dieser Mütter aber nur hat Bestand
wenn auch der Partner agiert mit schützender Hand.
Man doppelt die Freude und teilt so manch Leid,
genießt dann gemeinsam das Glück kurze Zeit.
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 Mutter
 01.12.2003

Nun liegt sie vor mir, im weißen Hemd,
die Hände gefalten und Haare gekämmt.
Der Schmerz ist gewichen, nun fühlt sie sich frei;
es war jemand stärker als alle Arz`nei.

Die Hände gezeichnet, ihr Leben war hart,
hinterließ seine Spuren, mit Falten gepaart.
Die letzten Monde, sie waren nicht schön;
die schwere Krankheit sollte niemals mehr gehn.

Ihr Leben war Arbeit - von Kindheit an,
so lernte sie kennen auch ihren Mann.
Es gab schöne Zeiten, sie hat ihn geliebt,
dann kam der Krieg und die Tage betrübt.

Sie zog groß die Kinder - es waren der acht,
die satt zu machen, darauf war sie bedacht.
Das Leben Entbehrung und Sorgen gar viel,
das Glück der Familie – nur das war ihr Ziel.

Die Kinder war`n flügge und das Haus leer gefegt,
nun kamen die Enkel, die sie liebevoll umhegt.
An Urlaub zu denken hat bei ihr nicht gezählt,
das Häuschen, der Haushalt - das war ihre Welt.

Das Wohl ihrer Lieben, das machte ihr Kraft,
da glänzten die Augen: „Ich hab es geschafft!“
Die Jahre verflogen, die Zeit ward ihr fremd
nun liegt sie vor mir, im weißen Hemd........

Ich seh` sie noch lächeln, als sei es Magie,
liebe Mutter - wir vergessen dich nie.
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Der Wunsch
11.11.2003

Bin ich gefragt: „Was wünscht du dir?“
Sag ich es schnell und frei,
tagtäglich handeln sollten wir,
als ob es unser Letzter sei.

Wem nutzt der Zorn, der hilft auch nicht
zur Lösung von Problemen,
dein Partner ist doch stets bereit,
dich wirklich ernst zu nehmen.

Und jede Stunde ohne Freud,
das ist vertane Zeit;
im Nachhinein wird`s doch bereut,
und Jedem tut es leid.


Gewinn das Gute ab dem Tag,
und lern von dir zu geben;
dem Partner immer wieder sag:
„Mit dir nur will ich leben“.


Das Glück kommt niemals von allein,
und die Erfüllung deines Lebens,
will immer hart errungen sein,
sonst wartest du vergebens.


Sag jeden Tag ein liebes Wort,
freu dich und mach Gedichte.
Der Optimismus pflanzt sich fort -
trägt eines Tages
Früchte.
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Die Bettlerin
11.05.2004

Fast jeden Mittag geh ich durch die Stadt
um mich zu lockern, zu bewegen,
erst kürzlich mich hier was berühren tat,
der Wind pfiff kalt - es peitschte Regen.

Vor einer Tür, nah einer Einkaufsmeile
da kniete eine alte Frau,
in dünnem Kleid - ich hatte Langeweile,
deshalb ich schaute ganz genau.

Zögernd streckt` die Hand sie aus,
ihr Blick war traurig, wirkte einsam und allein
nur selten einer holt` die Börse raus,
wie tief musst sie gefallen sein.

Ich schaut sie an, ihr Blick wich aus,
sie wirkte scheu, zog sich zurück,
Verzweiflung und der Hunger zog sie raus
um zu suchen etwas Lebensglück.

Nach ein paar Tagen ihr Vertrauen ich gewann
und ich erfuhr ihr Schicksal, Wort für Wort,
die Erzählung zog mich in den Bann
ihr Schicksal nahm mich in Gedanken fort.

Einst war sie glücklich, stolz und schön
bis dann verstarb ihr lieber Mann,
durch falsche Freunde das Glück sollte geh`n
und all das Ersparte wie Sand hier verrann.

Die Wohnung weg, für Miete keine Geld,
nun obdachlos, kein Freund half aus,
so sieht sie aus - die heile Welt,
ein wahrer Freund sich in der Not stellt raus.
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