Gedichte, Verse und mehr...

Der Lebensbaum
04.05.2004

Im kleinen Wald, gleich hinterm Haus
da steht ein riesengroßer Baum;
mit dem Geäst sieht er gewaltig aus
er ist gar manchem Tieres Traum.

Am höchsten Platz, so ganz weit oben
das Taubenpärchen hat sein Nest;
am Nebenast zwei Spinnen ihre Netze woben,
es sich dort sehr gut wohnen lässt.

Im Stamm ein Buntspeck seine Höhle baute
ein Bienenschwarm sah dabei zu;
der Specht derweil nicht seinen Augen traute
die Bienen diese nahmen in Beschlag im Nu.

Das Eichhorn wohnt gleich zwei Fuß tiefer
und in der Borke schlummert manch Insekt;
die fleiß`gen Ameisen der Nebenkiefer
den süßen Honig oben haben schon entdeckt.

Fast unten sind noch ein´ge Nester,
da leben Spatz und Buchfink Seit an Seit;
im Unterholze wohnt des Fuchses Schwester,
sie macht sich mit den Jungen breit.

Der letzte Platz, der hier noch frei war
den hat die Wespe nun als Domizil;
wer leer ausging, der meint: “Es wäre klar!
Hier war Bestechung wohl im Spiel.“

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Dein Schicksal
04.05.2004

Wenn du glaubst du bist allein,
dann stimmt das wirklich nur zum Schein.

Denn eins steht fest auf jeden Fall,
dein Schicksal folgt dir überall.

Es lauert schon zu jener Frist,
wenn du erst grad geboren bist.

Drum find dich ab und sei gescheit,
es bleibt dir treu auf Lebenszeit.

Und mit einem Schicksalsschlag,
prüft es dich auch an manchem Tag.

Verlier nie den Mut - sei da kein Thor,
mit jeder Prüfung gehst du stärker hervor.

Willst du mal wissen was dir künftig droht,
es spricht nicht mit dir, es hat Auskunftsverbot.

Füg dich nicht immer - du solltest bedenken,
mit etwas Mut kannst du es auch lenken.

Seid beide ihr einig, dann bleib Optimist,
dein Schicksal dir dann stets gesonnen ist.

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Eine Wolke sein
18.06.2004

Ich möcht` mal eine Wolke sein
am Himmel oben ganz allein.
Zög schwerelos von Ort zu Ort
könnt` alles sehen hier und dort.

Der Himmel würde mir gehören
und keine Grenze könnt´ mich stören.
Entscheiden tät ich da allein,
wem ich hier gönn den Sonnenschein.

Und Jedem, der mich früher neckte,
die Sonne ich ganz klar verdeckte.
Nur mit dem Wind hielt ich die Waffen still,
so er mich treibt, wohin ich will.

Ich könnt dann schau`n in alle Ecken,
sich Keiner kann vor mir verstecken.
Würd` sehen da so manche Pfründe,
verständ` vielleicht auch Hintergründe.

Und käm ich in private Sphäre,
wo ich gewiss auch nicht gern störe.
Hielt Aug und Ohren ich da zu
verzög` mich sehr schnell dort im Nu.

Wenn dann gekommen meine Zeit
und ich zum Wandel bin bereit.
Ich löst mich auf und es ist klar,
bleib dann für immer unsichtbar.

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Der Igel
30.06.2004

Als ich einst spät im Garten saß,
da kam ein Igel anspaziert;
ich sah, dass er den Kohl abfraß,
er pfiff dabei sehr laut und ungeniert.

Ich traute meinen Augen nicht
der pfiff und quatschte vor sich hin;
er meint, dass er auf Kohl erpicht,
ich dacht, dass ich im falschen Filme bin.

Ich sagte ihm: „Das ist gemein!
Das kann er doch nicht machen!“
Da schaute er ganz schelmisch drein
und fing laut an zu lachen.

„Oh Gott“, dacht ich, das ist ne Schmach,
das kann doch gar nicht möglich sein!
„Ich kann versteh`n die Igelsprach“,
ich dreht` mich um - zum Glück war ich allein.

Am nächsten Morgen hörte ich,
zur Tochter meine Frau sprach wohl:
„Ich glaub der Papa, der hat einen Stich,
er spricht im Garten mit dem Kohl.“

Ich nehm`s nicht krumm und denke dann,
ich lass sie einfach bei dem Glauben,
ich meid den Kohl so oft ich kann
und spreche einfach mit den Tauben.

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Der besondere Kick
19.08.2004

Mancher nimmt Drogen, ein Anderer trinkt Wein,
der Dritte raucht und der Nächste ist im Verein.
Ein Jeder hat seinen eigenen Trick
um zu erleben diesen besonderen Kick.

Ich kenne da jemand - so hart an der Grenze,
der hat ein Verhältnis mit seiner Motorsense.
Die Wiese ist groß und das Gras steht nach oben
da kann man gar Stunden mit der Sense toben.

An den Wochenenden, wenn das Wetter ist schön
wir gern im Grünen die Natur uns beseh`n.
Und sitzt man gemütlich bei Kaffee im Garten
dann da hörst du schon diese Sense starten.

Als Nachbarn wir dann hoffen auf die Ruhe bloß,
aber das wohl vergeblich, denn - die Wiese ist groß.
Rasenmäher wären schneller - doch so einen Langeweiler?
Die Sense ist lauter und das ist doch geiler!

Mit diesem Geräte so Hand in Hand,
mit Hüftschwung posierend geht`s über Wiese und Land.
Im Klang des Motoren das Gras wird geköpft,
sind Pegel und Körper diesem Kick ausgesetzt.

Wenn der Wind draußen bläst und es noch regnet
uns dieses Geräusch wohl selten begegnet.
Auch in der Woche hast du deine Ruh`,
aber Ende der Woche - schlägt der Sensenmann zu.

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Der Zauber der Musik
26.01.2005

Schließe die Augen, dann wirst du spüren,
wie dich die Klänge der Musik entführen.
Denn je wie du in Stimmung bist,
wechseln Richtung und der Komponist.

Mal liebst du Pop und flotte Weisen,
dann geht dein Gefühl mit Wagner auf Reisen.
Heute hängt der Himmel voller Geigen
und morgen wird sich Trommelwirbel zeigen.

Einmal Orchester, dann auch mal Quartett
findet dein Gemüt ganz nett.
Manchmal laut, dann wieder leise
geh`n die Gedanken mit dir auf Reise.

Erlaube in der Zeit vor allen Dingen
dich nicht von deinem Weg abzubringen.
Halte dran fest wo du auch bist,
ohne Musik wär` deine Zeit sicher trist. 

Lasse sie auf dich wirken und dabei vor allen
streife ab deine Scheu-lasse dich einfach fallen.
Musik wirkt heilend, wie Erfahrung beweist
wirkt auf dein Gemüt, dein Wohl und den Geist.
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Worte - Was sind Worte?
19.05.2006

Worte sind hörbar, sind lesbar, sind laute Gedanken,
können genesend wirken aber auch erkranken.
Sie verkünden Gefühle, offenbaren ein Ziel,
sagen dir überall, was einer denkt und was er will.

Worte können verbinden und trennen zugleich,
sie bringen dir Glück, sie machen dich reich.
Sie schmeicheln dir oft, umgarnen dich zart,
wenn verletzend sie sind machen sie dich auch hart.

Worte lehren dich Demut, sind vernichtend manchmal,
wirken auch mal belehrend, können sein eine Qual.
Jedoch oft sie beflügeln, wirken als Zaubertrank,
heben dann deine Stimmung und beinhalten Dank.

Worte helfen dir weiter, wenn du einmal fluchst
und du dann außer dir nach selbigen suchst.
Sie machen dich wissend, können Gefühle aufbauen,
dir öffnen das Herz und schaffen Vertrauen.

Worte die du verkündest, sind das Bild deiner Seele,
wenn Gedanken du freigibst, dann die Richtigen wähle.
Lass dein Herz dabei sprechen, ob hier oder dort,

das bringt dich zum Ziel, darauf hast du mein Wort.
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