Stoßgebet der Autofahrer
13.08.2004
Herr, ich fahre jetzt in die Welt hinaus,
werf` bitte ein wachsam Auge auf mich aus.
Schütz mich vor Umleitung, Stau und Hindernissen
und vor Beamten, die alles besser wissen.
Behüt` mich vor rücksichtslosen Flitzern,
vor Wegelagerern, Radarfallen und anderen Blitzern.
Halt fern mir die Pannen, Sturm und Wind
dazu blubbernde Beifahrer und ein unartig Kind.
Vermeid Situationen, die meine Nerven stressen,
schütz mich vor Schleimern, Dieben und Politessen.
Bring gesund immer heim mich von allen Reisen,
dann werd ich dich ständig gen Himmel preisen.
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Das Verständnis
21.10.2004
Er glaubt, er ist der König des Verständnis`
und ist auf alles hier und da erpicht;
er weiß, er hat von allen Sprachen Kenntnis,
denn etwas Nichtverständlich` gibt es für ihn nicht.
Er spricht doch fließend Suaheli,
kann Türken, Polen und die Finnen gut versteh`n;
Er kennt die Dialekte auch aus Delhi
und kein Japaner kann ihm aus dem Wege geh`n.
Ihm kommt so manches spanisch vor,
vor Indonesisch gibt es keinen Halt;
versteht auch manches altägyptisch Tor
und liest die Keilschrift, welche blass und alt.
Er hat Verständnis Tag und Nacht,
er kann Gedanken schon im Voraus seh`n;
doch eines was ihn wirklich grübelnd macht,
die eig`ne Frau, die kann er einfach nicht versteh`n.
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Wir Männer haben`s schwer
27.01.2007
Am achten März ist Frauentag
da heißt es: „Ein Geschenk muss her!“
Wir scheuen weder Müh noch Plag,
wir Männer haben`s eben schwer.
Kaufst du ein Shirt, schaut sie dich an,
die Farbe passt nicht zu den Pantoletten,
dass das wohl nicht so angeh`n kann,
wir Männer sind halt nicht zu retten.
Dann das Parfüm, das ist zu schwer,
was dir gefällt, das muss den Frauen nicht gefallen
und auch der Ring ist ein Malheur,
wir Männer tun es einfach oft nicht schnallen.
Die Kinokarten sind ein Witz,
der Blumestrauß verwelkt schon nach zwei Tagen;
es war im Kino halt der falsche Sitz,
mit uns, ihr Frauen, habt ihr eine Last zu tragen.
Wir sind für`s Grobe, kaum sensibel
und woll`n für euch das Beste täglich mehr;
nehmt uns doch nicht manch falsch Bedachtes übel
wir Männer haben`s wirklich schwer.
Im nächsten Jahr wird alles gut,
da sind wir lieb und geh`n auf eure Wünsche ein;
ihr Frauen, dann seid auf der Hut,
uns fällt`s zwar schwer, doch werdet ihr es nicht bereu`n.
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Der Frosch
13.02.2007
Einst lebte ein Frosch im Ententeich,
fühlt` sich dort wie im Himmelreich.
Er war sehr keck und ein Schlawiner,
dazu war es auch noch ein „grüner“.
Er quakte laut, man konnt` ihn hören,
er ließ sich dabei gar nicht stören.
Er fraß nur Grün, kein Fleisch dazu,
die Fliegen hatten vor ihm Ruh.
Um Mittsommernacht am helllichten Tag,
rief er einseitig aus einen Friedensvertrag.
Der Teich sei, wie allen Tieren er riet,
ein sich „liebende Tiere Friedensgebiet“.
Der Nachbar Storch sah das nicht so bemessen,
er hat den Frosch einfach aufgefressen.
Seitdem ist es aus mit dem Himmelreich,
es lebt kein Frosch mehr im Ententeich.
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