| | Bürgermeister 19.04.2004Werd ich hier gefragt, ob dieser Job mir entspricht, da muss ich verneinen, denn diese Nerven habe ich nicht.
Es ist eine Gratwanderung zwischen Pflicht, Satzung, Recht und all den Begehren die der Bürger gern möcht`.
Er hat abzuwägen was wichtig - was geht, dabei ständig zu prüfen, ob auch der Haushaltplan steht.
Tagsüber Büro und die Sprechstundenzeit, später zum Landkreis und zur Schlichtung von Streit.
Am Abend ist dann noch lange nicht Schluss, da tagen die Klubs, die Verbände und der Bauausschuss.
Will er doch einmal ganz ruhig treten, wird kurzfristig von `nem Verein zur Sitzung gebeten.
Um zu vermeiden im Voraus so manchen Streit, braucht jeder Ort auch gleiche Aufmerksamkeit.
Die sehr karge Freizeit ist wirklich nicht schlecht, denn die eigne Familie verlangt auch mal ihr Recht.
Und dann beim Spaziergang oder einem Glas Wein, will oftmals ein Bürger seine Sorgen los sein.
Wenn es doch mal nicht passt und sich Jemand aufregt, es ist hier doch wichtig, dass sich gesamt was bewegt!
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Die Landärztin 31.03.2004Fast jeden Morgen um halb acht verlässt das Haus sie mit Bedacht; die Sachen schnell ins Auto rein sie will ja auch ganz pünktlich sein.
Zur Praxis ist es nicht sehr weit den Kittel an und - Sprechstundenzeit. Im Wartezimmer viel Gedränge der Morgen zieht sich in die Länge.
Der Erste hat Sorgen, der Nächste Falten der Dritte kann keinen Stuhlgang halten. Dann ein Plausch mit der Oma in Latschen sie lebt allein und will auch mal quatschen.
Es folgt Diagnose, das Werten - Entscheiden um zu lindern gar so manches Leiden. Hier ist man Arzt, Beichtmutter und Psychiater auch Pflegedienst und mal Bankberater.
Wenn die Sprechzeit dann zu Ende geht der Hausbesuch zu Buche steht. Der Job ist Freude, manchmal auch Plag` - willkommen im Zwölfstundenstag!
Kommt sie dann abends spät nach Haus - ein Notfall, da geht`s noch mal raus. Gäb` es zur Wertung eine Stufung Landarzt ist kein Beruf - das ist Berufung!
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Das "öffentliche" Haus 09.12.2003Unscheinbar sieht es aus ich sag`s unumwunden, doch hat mancher darin sein Schicksal gefunden. Wer drin war denkt gern dran und möcht` gar nicht raus, aus diesem unscheinbaren „öffentlichen Haus“.
Am Sonntag die Knirpse, die können`s kaum erwarten, morgen ist endlich wieder Kindergarten! Da hat man den Kumpel, die Freundin, die Tante, da pfeifen die Kinder auf alle Verwandte.
Das Spielzeug ist reichlich nur da keine Bange, na hoffentlich dauern die Tage ewig lange. Sie lernen das Spielen, die Musik und das Teilen, da wird es wohl kaum einem Kind langeweilen.
Mit ernst lernt man Lieder, bereitet sich vor, denkt schon an die Schule und singt mit im Chor. Die fleißigen Tanten agieren mit Bedacht, weil das diesen Knirpsen sehr viel Freude macht.
Und dann im August sind die Kinder beflissen, da wollen sie zeigen was sie alles wissen. Sie sprechen Gedichte, sie tanzen und singen und sind dabei kaum zur Ruhe zu bringen.
Denn mit der Einschulung ihr Kinderherz lacht, erkennst sie nicht wieder, da sind sie „zwei Meter acht“. Nun kommen Neue, die kennen sich noch nicht aus in diesem so unscheinbaren „öffentlichen Haus“.
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Hartz IV 20.08.2004Wohlan du fleißig schaffend deutsches Volk die Zeit des Wohlstands geht zu Ende, du armes Würstchen, das man ständig molk, leg offen dein persönlich Kram und das behände!
Die Wunderwaffe - das Hartz vier wird Deutschland aus dem Elend führen. Doch Langzeitarbeitsloser merke dir, nur du trägst dafür die Gebühren.
Der Staat hat eben nun mal leere Kassen, die Reichen mussten schon ins Ausland ziehn; der Steuer wegen haben sie das Land verlassen, die können nix dafür, dass sie soviel verdien`.
Du wirst doch allen Ernstes nicht verlangen, dass alle Großkonzerne dafür bluten, sind viele ebenfalls schon fort gegangen, der tiefe Sinn lässt sich hier nur vermuten.
Drum lege offen all dein Hab und Gut, und zähle Socken, Hemd und Kindergeld was dein Berater dann zuhause alles prüfen tut, damit der Staat von dir ein Bild erhält.
Du kannst schon packen deine Arbeitssachen, ganz interessante Jobs, die warten schon auf dich. Du findest einen Euro Stundenlohn zum lachen? Warte ab, wenn das Arbeitsamt dich lässt im Stich! Wach auf jetzt schnell, du Langzeitarbeitsloser, such Jobs dir, hab dabei auch etwas Geduld, hier hilft kein meckern, kein Gemoser, wenn`s keine gibt, dann bist du doch selber schuld? ____________________________________________________________________ Unser Kindergarten 11.05.2006 In Girbigsdorf der Kindergarten sich festlich schmückt im Sonnenschein, lässt hier bald eine Party starten, gar viele wollen Gast dort sein. Das Haus wird fünfzig dieses Jahr, man kann es gar nicht fassen, drin wuchsen groß viel Kinderschar, kaum einer sieht`s gelassen. Hier lernten wir spielen, das Laufen und Gehen, das Singen und viele Gedichte, das Teilen, die Rücksicht und wissend sehen, das Leben schrieb so uns`re Geschichte. Die Zeit sich viel zu schnell beeilte, dann war die Schulzeit angekommen, vom Haus, in dem man gern verweilte, wir nahmen Abschied meist beklommen. Oft Tränen da flossen und Herzblut dazu und das nicht nur bei den Kindern, die Erzieher dort leisten sich keine Ruh, den Abschiedsschmerz die „Neuen“ dann lindern. Wenn alle Kinder, die darin mal waren, zu diesem Festtag erscheinen, da reicht der Park für diese Scharen kaum aus – so möchte ich meinen. Wir wünschen zum Fest euch sehr viel Glück und danken im Namen von allen, wir denken sehr oft an die Kindheit zurück, dort hat es uns immer gefallen. ______________________________________________________
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