Gedichte, Verse und mehr...

Schlaflied
17.05.2004

Schlafe mein Engel, schlaf ein,
ich werd im Traum bei dir sein.
Kannst selig schlummern mein Kind,
böse Träume vertreib ich geschwind.

Warst ganz beschäftigt am Tag,
hattest manch Kummer und Plag.
Hast oft gelacht, mal geweint,
lerntest wie manches gemeint.

Gingst mit dem Freund auch mal raus,
hast der Mama geholfen im Haus.
Nun bist du müde im Nu,
deine Äuglein, die fallen schon zu.

Wenn du mal im Schlaf traurig bist,
weil die Sandkastenlieb` du vermisst,
dann tröst ich dich in meinem Arm,
dann wird dir ums Herz wieder warm.

Schlafe mein Engel, schlaf ein,
bis dich weckt der Sonnenschein.
Hab schönes Wetter bestellt,
kannst wieder entdecken die Welt.

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 Janus
 
Görlitz im April 2005

Am Wochenende war`s so weit
das Dorf war ganz entzückt,
bei Reiners war da Babyzeit
ein Sohn das Licht der Welt erblickt.


Nun ist es da, das dritte Kind
und Janus kann jetzt lachen
wie wird vergeh`n die Zeit geschwind
wird laufen, sprechen, Pläne machen.

Den glücklich Eltern wünschen wir
von Herzen Glück und alles Gute
der Sohn soll gut gedeihen hier
und immer sein von frohem Mute.

Er ist von eurem Fleisch und Blut
ihr lebt einst in ihm fort,
erzieht mit Herz und Liebe ihn
und haltet auch das Wort.

Ihr seid Familie, Vorbild, Schutz
für dieses kleine Leben;
wächst darin auf, ihr seid sein Trutz
dem Kind ihr werdet alles geben.

Wenn er dann eines Tages groß,
verlässt die Eltern bang;
wird er die Zeit, die er genoss
euch danken stets ein Leben lang.
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Reize
20.01.2004

Bin ich mal auf „hundert“ und hab kaum Geduld
kann ich nichts dafür, denn die And`ren sind Schuld.
Schaut mich jemand an, meine Nerven gleich zucken:
„Soll der doch gefälligst wo anders hin gucken!“


Bin ich dann auf Arbeit, mich da auch nichts erbaut
weil man den ganzen Tag sich mit Arbeit versaut.
Auf dem Heimweg die Autos und die Fahrer, diese Zecken,
schleichen durch das Gelände wie lahme Schnecken.


Und die Oma am Bahnrand ich mit der Pfütze dusch ab
ist doch selber dran schuld, warum läuft sie nicht trab!
Bin ich dann zu Hause, was ist das denn für`n Scheiß!?
Der frische Kaffee war doch sonst nicht so heiß.

Meine Frau spricht nicht mit mir, ich weiß nicht warum
und dann erst die Kinder - als wären sie stumm.
Das ist keine Stimmung - hier muss ich schnell raus
ich geh in den Garten und säge Bäume aus.


Was soll das denn nun wieder, die Leiter fällt um
und dann diese Nachbarn, die gucken ganz dumm.
Wieso soll ich die grüßen, das lässt mich doch kalt
die haben keinen Anstand - die sind halt zu alt.


Jetzt hör ich den Meier, der tobt rum und er brüllt
er ist wohl auf „hundert“, weil die Luft sich so fühlt.
Das kann ich nicht verstehen, wie kann er nur so sein
das wird mir nicht passieren, so was fällt mir nie ein!
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Frauchens Auto
27.02.2004

Mein Frauchens Auto ist nun halt
so an die elf - zwölf Jahre alt.
Es rostet leis` - ist nicht mehr konsistent d
er Lack sich langsam von dem Auto trennt.


Das Frauchen mag dies super leiden
jedoch der TÜV wird bald die beiden scheiden.
Um vorzubeugen hab ich mir gedacht,
der Frau wird jetzt eine Freude gemacht. 


Wir pfeiffen halt aufs Geld und dann   
ein neues Auto muss jetzt ran.
Drum ab mit uns ins Autohaus
und suchen schnell ein Neues aus.

Die Probefahrt, die muss auch sein
man kauft nicht oft ein Neues ein.
Ein zweites Auto muss noch ran
eh man sich dann entscheiden kann
.
 

Der Frau gefällt das eine und mir eben das
dem Einen die Technik, der And`ren der Spaß.
Man trifft sich in der Mitte halt,
der Kauf des Autos nimmt Gestalt.


Bis dann das Neue fertig vereint
das Frauchen äußerst traurig scheint.
Sie streichelt das Alte, liebkost es sogar
so gut hat`s nicht mal ich all die Jahr.
 

Es kommt der Tag der Trennung ran
sie ihre Tränen nicht mehr halten kann.
„Adieu - Weggefährte und bis dann
ich denk an dich so oft ich
kann.“
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Die Wechseljahre
10.12.2003

Im Lauf des Lebens der Mensch erfahre,
auch ganz gewiss die Wechseljahre.
Man büßt ein die Zähne, auch Haare verstärkt,
ich verlor beides, so nebenbei bemerkt.

Mit Kindersegen ist es nun vorbei,
es sei denn man hat schon der Lieben ein oder zwei.
Du willst es nicht glauben und hast geschrieben:
„Wo ist denn bloß diese Zeit geblieben?“

Du denkst es ist Frühling, doch es ist Winter,
du träumst dich zurück in die Zeit als Kinder.
Dann fühlst du dich wohl und suchst einen Halt,
merkst dabei ganz plötzlich – „Mensch werd` ich alt“.

Mal himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt,
mal nervt dich dein Partner, mal ist man verliebt.
Erst wird dir heiß und dann wieder kalt,
früh fühlst du dich jung und mittag dann alt.

Es ist halt eine komische Phase,
kaum liegst du im Bett, da drückt die Blase.
Doch nach einer Zeit, ich hab`s im Gespür,
hast du diese Phase dann hinter dir.

Du fühlst dich sehr wohl und kannst dich nun laben,
weil die Jungen diese Probleme noch vor sich haben.
Die Leiden vergeh`n, die Züge werden weicher,
man ist wieder um eine Erfahrung reicher.
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Lebensweisheit
16.12.2003

Das Maß an Weisheit man erfahre,
erst im Laufe vieler Jahre.
Die Jugend wartet darauf oft vergebens,
das ist nun mal der Preis des Lebens.

Versucht man zu lenken, dezent - mit Bedacht,
dass mancher grob` Fehler nicht nochmals gemacht,
weist man dich in Schranken, sehr deutlich - beflissen
und meint, man wolle alles besser wissen.

Denk ich zurück, was hab ich geflucht,
weil die Eltern das Gleiche bei mir versucht.
Jetzt merk ich sie auch - diese Offenbarung,
das Leben ist der Meister der Erfahrung.

Ein Jeder muss geh`n seinen Weg ganz allein,
soll lernen aus Fehlern, selbst leben das „Sein“.
Es gibt nur eine Richtung, wer kann schon zurück,
ob Wahrheit oder Dichtung, es braucht da auch Glück.

Man muss überzeugen das Kind oft mit List,
dass manch` eigne Erfahrung
dessen Eigene ist.
Frag nicht nach Belohnung, gib bedächtig und leise
s
tets weiter dein Wissen - erst dann bist du weise
.
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