Ich
26.11.2003
Ich sitze hier und du sitzt dort;
ich sitze hier und kann nicht fort.
Ich sitze hier und denk an dich;
ich sitze hier. Du auch an mich?
Ich sitze hier und du zuhaus`;
ich sitze hier, das ist ein Graus.
Ich sitze hier und lieb dich sehr;
ich sitze hier. Magst du mich mehr?
Ich sitze hier und möchte essen;
ich sitze hier. Hast du gegessen?
Ich sitze hier und will gern fort;
ich sitze hier. Machst du noch Sport?
Ich sitze hier - tagein, tagaus;
ich sitze hier. Holst du mich raus?
Ich sitze hier bei Sonn` und Wind;
ich sitze hier. Was macht das Kind?
Ich sitze hier, hab graue Haare;
ich sitze hier noch knapp vier Jahre.
Ich sitze hier, muss jetzt was tun;
ich sitze hier. Mein Chef kann ruh`n.
Ich sitze hier und warte schon;
auf meine wohlverdiente Pension!
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So viel Heimlichkeit
16.12.2003
Die Heimlichkeit, wie ihr sie nennt,
die gibt es nicht nur im Advent.
Wenn`s im Dezember draußen kalt,
hol heimlich ich den Baum im Wald.
Damit den Sohn ich nicht beschimpf`,
er heimlich schleicht ins Haus um fünf.
Die Enkeltochter glatt alle Mahnung verschwitzt,
wenn sie heimlich am Abend vor`m Fernseher sitzt.
Dem Schwager zerbricht mal `ne Tasse, oh Schreck,
er sie heimlich verbuddelt in seinem Versteck.
Damit das Frauchen denkt - es ist alles in Butter,
ich ganz heimlich meine Bratwurst futter.
Und wenn ich genüsslich die Bonbons verdrücke,
spüre ich die heimlichen, vorwurfsvollen Blicke.
Kauf ich mal was heimlich, na was für ein Hohn,
verplappert sich doch der Schwiegersohn.
Und wenn es uns langweilt, das ist halt so`n Spleen,
wir heimlich auch mal über die Verwandten herziehn.
Nun werde ich mich ganz heimlich verdrücken,
denn ich spüre schon den Stock im Rücken.
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Der Tannenbaum
07.11.2005
In einem kleinen Wald - nicht weit,
da stand am Rand ein schöner Baum
er war nicht hoch und auch nicht breit
für Weihnachten der schönste Traum.
Ein Jeder, der ihn sah und nannte:
„Der könnte mein Baum werden“.
Hier nicht des Forstmanns Ehrgeiz kannte,
wird man erwischt, da gibt`s Beschwerden.
Die letzte Nacht war es soweit,
da konnt` ein Schelm nicht widerstehen
und meint zur Frau es sei nun Zeit,
er will den Baum jetzt holen gehen.
Der Forstmann saß im Pelze da
und lauerte wohl im Gebüsch,
als er `nen Schatten schleichen sah,
die Spur des Frevlers war noch frisch.
Just als die Axt zum Schlag ansetzte,
die Hand des Wächters auf der Schulter lag,
sein Hund die Zähne in dem Hintern wetzte,
der Frevler hier ganz toll erschrak.
Er lies die Axt und auch die Hose fallen
und lief nach Haus so schnell er konnte;
der Biss im Hintern so gar nicht wollt gefallen,
der Forstmann sich im Siegestaumel sonnte.
Axt und Hose eingebüßt, der Hintern schmerzet arg,
der Dieb wird merken sich die Lehre;
die Schmach ist groß, der Kummer stark
und die Moral: Nur Ehrlichkeit gereicht zur Ehre.
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Sehnsucht
05.03.2003
Ich sitze hier und denk an dich,
hab lang dich nicht geseh`n.
Auf unser Treffen freu ich mich,
wer kann das wohl versteh`n.
Es kommt mir vor, wie Ewigkeit,
als ich dich heut verlassen.
Es ist gleich Schluss, ich bin bereit,
werd dich gleich sanft umfassen.
Denk ich an dich, da schweb` ich doch,
auf weißen, großen Wolken.
Mein Herz, das rast, der Puls ist hoch,
kann kaum Gedanken folgen.
Vor langer Zeit, als ich dich sah,
da warst du schön und nicht verdorben.
Ich wollt dich haben - bleiben nah,
wie hab ich dich umworben!
Nach ein`ger Zeit, die mir fiel schwer,
da hab ich dich bekommen.
Dich halt ich fest, du fehlst mir mehr,
als ich einst angenommen.
Wie oft sind wir der Welt entrückt,
sind fort - nur gerade aus.
Du warst darüber sehr entzückt
und wolltest nicht nach Haus.
Manch` traute Stunde haben wir
geflüstert - uns gestreichelt,
du warst ganz still und hattest mir
dadurch sehr wohl geschmeichelt.
Ich hab dich lieb und bleib bei dir,
ich werd dich nie verleiden.
Mein liebes Auto glaube mir,
der TÜV nur kann uns scheiden.
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Stress
15.08.2003
Der Himmel blau, die Sonne brennt;
„Mein Gott jetzt hab ich es doch glatt verpennt“.
Der Wecker fliegt zum Fenster raus,
ich eil ins Bad mit Grollen,
die Zähne putzen, waschen schnell,
die Haare machen was sie wollen.
Der Kaffee heiß, das Brötchen hart,
die Marmelade quillt heraus,
und gleich aufs Hemd und auf den Schlips,
na schnell die Sachen aus.
Die Schuhe an und aus dem Haus
geht es in flotten Schritten,
ins Auto rein, mit Vollgas los,
was hat mich bloß geritten?
Jetzt fällt`s mir ein, es ist gemein,
ich trau`s mich kaum zu sagen,
ich hab doch Urlaub alle weil !!
Und das doch schon seit Tagen!
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Stromausfall
17.02.2004
Als ich heut bei der Arbeit saß,
verändert plötzlich sich der Raum;
der Strom war weg, ganz ohne Spaß
wollt arbeiten, doch konnt` ich kaum.
Computer tot und mein Diktat
war nicht einmal gespeichert;
dies sich dabei verflossen hat
hat meine Stimmung sehr bereichert.
Nun gut, so dacht ich mal
schreibst es halt auf Maschine.
„Mein Gott“, denk ich, das ist `ne Qual
das Ding doch nur mit Strom uns diene.
Im Raum ward`s frisch - die Heizung kalt
ich saß jetzt da in Wintersachen;
im Zimmer leise, die Musik verhallt
es war nun wirklich nicht zum Lachen.
Ich schrieb mit Bleistift - Mine ab
da musst ich halt neu spitzen;
statt Kurbel beim Spitzer es nur einen Motor gab
da war mir schon zum Schwitzen.
Da wollt ich heim - nehm Stunden halt
und wollt` das Tor passieren;
der Öffungsautomat blieb kalt
wird ohne Saft sich auch nicht rühren.
Bleib ich halt hier und warte nun
auf Strom, den wir so missen;
kann stundenlang zwar gar nichts tun
doch das tu ich beflissen.
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Der Pechvogel
13.05.2004
Der Mann fuhr mit dem Auto los
und hatte kurz darauf eine Panne.
Er lief nach haus und glaubt es kaum
seine Frau im Bett mit `nem anderen Manne.
Das war zuviel, ihm wurde schlecht,
er lief in das Klo, tat schwitzen.
Hielt sich am Rohr der Heizung fest,
rutschte aus und „ratsch“ tat`s spritzen.
Das Heizsystem sich so entleerte es
lief durch Zimmer und die Decken.
Viel Nass sich im Verteiler traf,
ein Knall und finster war`s an allen Ecken.
Auf diesen Schreck ganz fix ein Bier,
zum Telefon dann schnell gerannt,
er war zu hektisch alleweil,
das Teil fiel ihm glatt aus der Hand.
Jetzt half es nichts, musst` selber hin
zum Klempner mit dem Krad.
Er war zu schnell und dann das Bier
die Polizei war auf dem selben Pfad.
Haus futsch, Frau und Fleppen weg,
er ist halt eine arme Sau mit Ohren.
Noch eine Panne, dann niemals nach haus,
das hat er sich geschworen!
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Der Planungsfimmel
29.06.2004
Ich weiß es seit ich denken kann,
die Planung zieht mich in den Bann.
Denn schon als Kindergartenkind
plant ich so manchen Streich geschwind.
Und in der Schule ging es fort,
ich plante hier und auch mal dort.
Dann später hab ich`s schon geahnt
hab die Berufswahl auch geplant.
Die erste Freundin lief mir weg,
weil ich geplant hab jeden Dreck.
Das ging so weiter und fortan
die Ehe stand hier auf dem Plan.
Das ging die ganzen Jahre so,
die Kinder waren nicht sehr froh.
Das Haus, den Urlaub, Rasen mäh`n,
hab alles im Kalender stehn.
Sogar der Garten Architektur
unterzog ich meiner Planungstour.
Die Arbeitsleistung im Büro
gehört zur Planung sowieso.
Zur Küche plant ich einen neuen Herd
und plan sogar den Kontostand.
Doch dass ich nochmals Opa werd`,
oh Himmel! Das war nicht geplant.
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05.03.2003
hab lang dich nicht geseh`n.
Auf unser Treffen freu ich mich,
wer kann das wohl versteh`n.
als ich dich heut verlassen.
Es ist gleich Schluss, ich bin bereit,
werd dich gleich sanft umfassen.
auf weißen, großen Wolken.
Mein Herz, das rast, der Puls ist hoch,
kann kaum Gedanken folgen.
da warst du schön und nicht verdorben.
Ich wollt dich haben - bleiben nah,
wie hab ich dich umworben!
da hab ich dich bekommen.
Dich halt ich fest, du fehlst mir mehr,
als ich einst angenommen.
sind fort - nur gerade aus.
Du warst darüber sehr entzückt
und wolltest nicht nach Haus.
geflüstert - uns gestreichelt,
du warst ganz still und hattest mir
dadurch sehr wohl geschmeichelt.
ich werd dich nie verleiden.
Mein liebes Auto glaube mir,
der TÜV nur kann uns scheiden.
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15.08.2003
„Mein Gott jetzt hab ich es doch glatt verpennt“.
Der Wecker fliegt zum Fenster raus,
ich eil ins Bad mit Grollen,
die Zähne putzen, waschen schnell,
die Haare machen was sie wollen.
Der Kaffee heiß, das Brötchen hart,
die Marmelade quillt heraus,
und gleich aufs Hemd und auf den Schlips,
na schnell die Sachen aus.
Die Schuhe an und aus dem Haus
geht es in flotten Schritten,
ins Auto rein, mit Vollgas los,
was hat mich bloß geritten?
Jetzt fällt`s mir ein, es ist gemein,
ich trau`s mich kaum zu sagen,
ich hab doch Urlaub alle weil !!
Und das doch schon seit Tagen!
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17.02.2004
verändert plötzlich sich der Raum;
der Strom war weg, ganz ohne Spaß
wollt arbeiten, doch konnt` ich kaum.
war nicht einmal gespeichert;
dies sich dabei verflossen hat
hat meine Stimmung sehr bereichert.
Nun gut, so dacht ich mal
schreibst es halt auf Maschine.
„Mein Gott“, denk ich, das ist `ne Qual
das Ding doch nur mit Strom uns diene.
ich saß jetzt da in Wintersachen;
im Zimmer leise, die Musik verhallt
es war nun wirklich nicht zum Lachen.
da musst ich halt neu spitzen;
statt Kurbel beim Spitzer es nur einen Motor gab
da war mir schon zum Schwitzen.
Da wollt ich heim - nehm Stunden halt
und wollt` das Tor passieren;
der Öffungsautomat blieb kalt
wird ohne Saft sich auch nicht rühren.
auf Strom, den wir so missen;
kann stundenlang zwar gar nichts tun
doch das tu ich beflissen.
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13.05.2004
und hatte kurz darauf eine Panne.
Er lief nach haus und glaubt es kaum
seine Frau im Bett mit `nem anderen Manne.
er lief in das Klo, tat schwitzen.
Hielt sich am Rohr der Heizung fest,
rutschte aus und „ratsch“ tat`s spritzen.
Das Heizsystem sich so entleerte es
lief durch Zimmer und die Decken.
Viel Nass sich im Verteiler traf,
ein Knall und finster war`s an allen Ecken.
zum Telefon dann schnell gerannt,
er war zu hektisch alleweil,
das Teil fiel ihm glatt aus der Hand.
zum Klempner mit dem Krad.
Er war zu schnell und dann das Bier
die Polizei war auf dem selben Pfad.
er ist halt eine arme Sau mit Ohren.
Noch eine Panne, dann niemals nach haus,
das hat er sich geschworen!
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Der Planungsfimmel
29.06.2004
Ich weiß es seit ich denken kann,
die Planung zieht mich in den Bann.
Denn schon als Kindergartenkind
plant ich so manchen Streich geschwind.
Und in der Schule ging es fort,
ich plante hier und auch mal dort.
Dann später hab ich`s schon geahnt
hab die Berufswahl auch geplant.
Die erste Freundin lief mir weg,
weil ich geplant hab jeden Dreck.
Das ging so weiter und fortan
die Ehe stand hier auf dem Plan.
Das ging die ganzen Jahre so,
die Kinder waren nicht sehr froh.
Das Haus, den Urlaub, Rasen mäh`n,
hab alles im Kalender stehn.
Sogar der Garten Architektur
unterzog ich meiner Planungstour.
Die Arbeitsleistung im Büro
gehört zur Planung sowieso.
Zur Küche plant ich einen neuen Herd
und plan sogar den Kontostand.
Doch dass ich nochmals Opa werd`,
oh Himmel! Das war nicht geplant.
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